Reisemedizinische Vorsorge

Vorbeugen ist besser als Heilen. Das gilt auch bei Reisen in ferne Länder. Die Vorbeugung richtet sich dabei nach Reiseziel und Aufenthaltsdauer, nach Reisestil, Jahreszeit und individuellen Bedürfnissen.

Präventionsmaßnahmen bei Kurzreisen

Kurzreisen in die Tropen bringen besondere Risiken mit sich:

1) die Kürze der Reise verführt zur Leichtfertigkeit unterwegs

2) der Ausbruch der Erkrankung liegt meist in der Zeit danach

Kurzreisen in andere Klima- und Zeitzonen bedeuten extremen Stress und können sich nicht selten für den Organismus in Unwohlsein oder einer Erkältungssymptomatik manifestieren. Dies könnte aber auch erstes Anzeichen für z.B. eine Malariainfektion sein!

Vielen Reisenden erscheint die kurze Aufenthaltsdauer in keinem vernünftigen Verhältnis zum Aufwand für Impfungen oder einer Medikamentenprophylaxe bezgl. einer Malaria zu stehen.

Bitte kontaktieren Sie sinnvollerweise bereits spätestens ca. 1 Monat vor Reiseantritt einen Reise- oder Tropenmediziner. Hier können Sie in einem persönlichen Gespräch Fragen unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Disposition, des Reisestils (5-Sterne Hotel oder Rucksacktourist), objektive Gefährdungen und sonstiger individueller Besonderheiten klären. Eine Liste von reisemedizinisch qualifizierten Ärzten und Apothekern in Deutschland finden Sie z.B. über entsprechende reisemedizinische Institutionen im Internet oder erfragen Sie entsprechende Kontakte über ihren Hausarzt.

Hygiene-Regeln

Hier gilt konsequent das Motto „peel it, cook it or leave it“ (schäl es, koch es gar oder lass es sein) und Genuß von abgepackten Wasserflaschen mit intaktem Schraubverschluß (Vorsicht bei Eiswürfeln in Getränken).

Mitnahme des Blutgruppenpasses

Sinnvoll ist im Reisegepäck die Mitnahme des Blutgruppenpasses. Vielerorts kann bei zweifelhaften Blutkonserven eine gegenseitige Blutspende lebensrettend sein!

Durchfallerkrankungen

Die meisten Infektionskeime werden durch die Nahrung bzw. die Getränke aufgenommen. Werden ausschließlich sauberes Essen und saubere Getränke konsumiert (s.o.), minimieren sie ganz generell Durchfallerkrankungen durch Infektionserreger.

Reisemedizinische Impfungen

Kernstück einer reisemedizinischen Beratung ist die landesspezifische Impfberatung durch einen Reisemediziner.

Weitere Informationen zu Reiseimpfungen erhalten Sie unter: www.rki.de

AIDS/HIV-Infektionen

Bislang ist keine Therapie zur Heilung möglich. Daher besteht der einzige Schutz darin, die Infektion zu vermeiden: Auf die bekannten Risiken der Übertragung wird ausdrücklich hingewiesen!

Reiseapotheke

Sinnvoll ist die Mitnahme einer Erste-Hilfe-Ausstattung z.B. erhältlich in jeder Apotheke. Zusätzlich ist die ausreichende Mitnahme der persönlichen Dauermedikation wichtig; sprechen Sie sich hierzu mit Ihrem Hausarzt ab, da eine uneingeschränkte Medikamenteneinfuhr nicht weltweit gestattet ist sowie eine weltweite Verfügbarkeit und Medikamentenqualität (Achtung, gefälschte, sog. „fake“-Medikamente) nicht gewährleistet werden kann. Hilfreich ist insbesondere bei Mitnahme von Betäubungsmitteln stets die Mitnahme eines ärztliches Attestes vom Ihrem behandelnden Hausarzt mit Benennung der Diagnose und medikamentösen Therapie, so dass der Eigenbedarf klar ersichtlich ist. Bei Reisen ins fremdsprachliche Ausland sollte dieses Attest in englischer Sprache verfasst sein.

Detailliertere Informationen zur Mitnahme von Betäubungsmitteln durch Patienten bei Auslandsreisen finden Sie auch auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArm) unter http://www.bfarm.de.

Sollten Sie, was Ihren konkreten Fall betrifft, Zweifel haben, so müssen Sie sich direkt an die Botschaft des betreffenden Landes in Deutschland wenden. Nur dort kann man Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft erteilen.

"Höhenkrankheit"(Nur für Reisen oder Reiseabschnitte über 2.500 m Höhe)

Höhenlagen über 2.000 m sind grundsätzlich nur für Reisende ohne Lungen- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu empfehlen. Um dies zu überprüfen, ist ab 45 Jahren eine ärztliche Vorsorgeuntersuchung sinnvoll, u.a. mit Belastungs-EKG.

Allgemeine Verhaltensweisen im Ausland

Bei Autofahrten, insbesondere Überlandfahrten in der Dritten Welt immer Sicherheitsgurte anlegen, vernünftige Pausen für den Fahrer einplanen, Nachtfahrten meiden und einen defensiven Fahrstil praktizieren. Auf angemessene Kleidung inklusive Kopfbedeckung achten, sowohl in bezug auf klimatische als auch kulturelle Unterschiede.

(Quelle: Auswärtiges Amt , 05.08.2014)

Weitere wichtige Informationen

zum Thema Reise:

 

Reiseplanung

Reise- und Sicherheitshinweise

Zollbestimmungen

 

 

Wir bieten Ihnen

individuelle Lösungen: